Hallo ihr lieben Empfänger:innen der Druckausgabe,

wir haben unser digitales Angebot etwas umgestellt, daher sieht auch die Druckversion des Gemeindebriefes etwas anders aus, informiert euch aber hoffentlich genausogut über alles Wissenswerte aus der Gemeinde.

Wenn ihr Fragen habt, meldet euch gerne bei mir: 0160 94824309

Seid ganz herzlich gegrüßt!

Sebastian


  • Ein Neujahrsspaziergang

    In unserem zoom-Gottesdienst am 10. Januar hat Sebastian Domke uns von seinem Neujahrsspaziergang erzählt. Hier könnt ihr den Text noch einmal nachlesen.


    Am Neujahrsmorgen machte ich mich auf den Weg in den Wald. Als Kind habe ich solche Schneetage öfter erlebt. Selten wie sie heute sind, und majestätisch, wie mich die Baumriesen umfingen, hörte ich auf zu denken und genoss jeden knirschenden Schritt.

    In der Jackentasche steckte das Büchlein »Briefe an einen jungen Dichter« von Rainer Maria Rilke, und nachdem ich einige Minuten über den Waldweg geschlurft war, schlug ich es auf und las den ersten Brief Rilkes an den angehenden Dichter Xaver Kappus. Immer wieder blieb ich an einer Stelle hängen.

    »Die Dinge sind alle nicht so fassbar und sagbar, als man uns meistens glauben machen möchte; die meisten Ereignisse sind unsagbar, vollziehen sich in einem Raume, den nie ein Wort betreten hat …«

    Vielleicht meinte er damit auch Ereignisse wie diesen weißen Zauber, der die Geräusche der Welt schluckte. Heute hing der Himmel grau und trüb über mir, aber in meiner Brust trommelte die Lebenslust im Stakkato. Breit lächelnd begrüßte ich das Jahr und wünschte jedem, dem ich begegnete, ein frohes Neues.

    An einem Windrad angelangt, blickte ich über Täler und weiß bedeckte Wiesen, so weit wie das Auge reichte. Dann verharrte ich und lauschte. Einige Minuten lang hörte ich nichts. Und wieder musste ich an Rilkes Worte denken, denn dies musste einer dieser unsagbaren Momente gewesen sein, von denen er gesprochen hat. Ich hätte versuchen können, den Schnee zu beschreiben, wie er sich still von den Zweigen der Rotfichten löste, in lockeren Wirbeln tanzend niederging und am Wegesrand seinen weißen Teppich wob. Ich hätte versuchen können zu beschreiben, wie eine Schneeflocke auf meiner Unterlippe zerging und ein behagliches Kribbeln entfachte. Ich hätte versuchen können zu beschreiben, wie die laute  Welt aus der Zeit gefallen war, für eine Weile verstummte, wie eine Flocke nach der anderen gemächlich fiel, die Minuten der Erde schlagend, ihre Stunden, Tage und Jahre. Ich hätte versuchen können zu beschreiben, wie ich auf dem Rückweg einen Spaziergänger antraf, der eine leichte Stoffhose und einen Wollpullover trug, jedoch keine Jacke, wie er das Gesicht zum Himmel reckte und mit russischem Akzent »Hoach, so ein schönes Wetter« rief und lachte. Ein Mann, der den Schneefall wie ein kleines Kind feierte. Ich hätte versuchen können zu beschreiben, wie zwei Menschen, jeder die Welt des anderen, Hand in Hand durch das Weiß stapften. Ich hätte versuchen können zu beschreiben, wie gegensätzlich diese stille Welt zu unserer lauten mit all ihren Autos, Handys, Computern, Maschinen und Fernsehern ist, aber es wäre mir nicht gelungen.

    Letztlich glaubte ich, dass ich Zeuge unsagbarer Ereignisse geworden war, vollzogen in einem Raum, den noch nie ein Wort betreten hat. Heute, eine Woche später, zweifele ich an meiner Einschätzung. Vielleicht gab es da doch ein Wort, das leise hineingekommen war.

    Gottes Wort.

    Wenn dies nicht Gottes Wort gewesen war, dann hat Gott noch nie gesprochen.

  • Wenn Gott reklamiert: Das Buch zur Prophetenserie

    Erinnert ihr euch an unsere Serie zu den Kleinen Propheten, die uns 2019 begleitet hat? Daraus hat unser Pastor Sebastian Rink wieder* ein Buch gemacht, das heute im Neukirchener Verlag erscheint. Ihr könnt es für 16 Euro über den SCM-Shop bestellen (10% vom Verkaufspreis gehen dann an die Gemeinde!), direkt beim Verlag anfordern oder bei Sebastian persönlich bekommen (pastor@feg-fischbacherberg.de). Natürlich ist es auch überall im Buchhandel und als E-Book erhältlich. Der Marburger Theologieprofessor und Worthaus-Referent Thorsten Dietz hat übrigens ein Vorwort beigesteuert.

    Heute Abend (am 18. Januar) ab 20 Uhr liest Sebastian live per zoom aus dem Buch vor. Über folgenden Link könnt ihr an der Lesung teilnehmen: https://www.sebastianrink.de/lesung

    Pressetext:

    Fußballer tun es, wenn sie einen Elfmeter wollen, Kunden, wenn sie nicht zufrieden sind: Reklamieren. Doch nicht nur wir sind unzufrieden mit unseren Mitmenschen und der Welt. Auch Gott reklamiert. Und hat besondere Gestalten betraut, die Menschen wachzurufen: Die zwölf ‚Kleinen‘ Propheten. Sie sind die Nervensägen ihrer Zeit: Sie reizen das politische und religiöse Establishment und nerven die Zeitgenossen mit ihrer maßlosen Kritik – und mit ihrer überschwänglichen Hoffnung. Sie reißen Wunden auf, halten Spiegel vor und wischen Tränen ab. Sie reklamieren Macht, Zorn, Rache und vieles mehr – und werben zugleich für ein zutiefst menschliches Leben.

    Sebastian Rink gelingt es, die Kleinen Propheten über die Jahrhunderte hinweg in unsere Zeit reden zu lassen. Jeden Propheten stellt er dabei anhand einer konkreten Fragestellung vor. Schnell wird klar: Klein sind nur ihre Bücher – ihre Botschaft ist schlichtweg großartig!

    Jung, verständlich und unterhaltsam geschrieben gibt dieses Buch wichtiges Hintergrundwissen zum Lesen der biblischen Bücher und konkrete Anregungen für den heutigen Glauben an die Hand. Mit seinen inhaltlichen, historischen und bibelwissenschaftlichen Hinterfragungen spricht es dabei auch Glaubensskeptiker und Agnostiker an.


    * Auch unsere Bergpredigt-Serie gibt es schon als Buch: https://www.bod.de/buchshop/heiliges-leben-sebastian-rink-9783732234967

  • Gottesdienst am 17. Januar per zoom

    Der Gottesdienst am 17. Januar war ursprünglich zunächst als gemeinsamer Gottesdienst mit der Christuskirchengemeinde, dann als Livestream aus dem Gemeindehaus geplant. Aufgrund der leider noch immer angespannten Corona-Situation und aus „personellen“ Gründen werden wir den Gottesdienst nur per zoom im digitalen Gemeindehaus feiern. In die Predigt nimmt uns Jens Völkel mit hinein, Pfarrer Ralf Prange wird für die Christuskirchengemeinde mit dabei sein. Wir freuen uns auf einen schönen gemeinsamen Gottesdienst der beiden Gemeinden!

    Am 24. Januar werden wir uns ebenfalls per zoom treffen und wieder eine bunte Mischung aus euren Beiträgen miteinander erleben! Wer noch etwas beitragen möchte, kann sich gern bei Tami Donath melden: donath.tami@gmail.com

    Zum digitalen Gemeindehaus: https://www.feg-fischbacherberg.de/zoom

  • Unser Technikteam: Lukas

    Wenn alles klappt, bemerkt niemand, was sie tun. So ungefähr könnte man das Los unseres Technikteams beschreiben. Vielleicht ist es ja genau dein Ding, im Hintergrund mitzuarbeiten, dass der Gottesdienst reibungslos funktioniert? Weil wir hier tatsächlich dringend Hilfe brauchen, geben wir einen Einblick in die Arbeit unseres Technikteams. Die Fragen stellte unser Pastor Sebastian Rink.


    Sebastian: Du arbeitest ja jetzt schon eine Weile im Technikteam, Lukas. Was gefällt dir – neben den vielen bunten Knöpfen – am meisten daran?

    Lukas: Am meisten gefällt mir daran, dass ich mit meinen Gaben, die mir Spaß machen, Gott dienen kann.

    Sebastian: Wie bist du zur Technik gekommen?

    Lukas: Jemand hat mich angesprochen und gesagt, dass er sich das bei mir gut vorstellen kann und gefragt ob ich mir das mal angucken möchte. Da war ich 14 und technisch noch ahnungslos … 🙂

    Sebastian: Was sollte jemand mitbringen, die*der Lust aufs Technikteam hat?

    Lukas: Man sollte Interesse daran haben neue Dinge kennenzulernen, zuverlässig und aufmerksam sein.


    Wenn du Lust hast, beim Technikteam reinzuschnuppern, melde dich einfach bei uns!

  • Wunschlieder-Gottesdienst am 31. Januar

    Der Gottesdienst-Januar geht ungewöhnlich weiter: Am 31. Januar werden wir einen musikalischen Gottesdienst mit euren Wunschliedern haben und wollen gern hören, was euch die Lieder bedeuten!

    Schickt einfach euer Wunschlied bis zum 20. Januar an David Barth (davidbarth91@gmx.de) und schreibt dazu, warum ihr euch dieses Lied ausgesucht habt, was es euch bedeutet oder was ihr damit verbindet. Wir werden das im Gottesdienst vorlesen (auch anonym möglich, wenn ihr das wünscht) und „euer“ Lied spielen.

    Hinweis: Euer Wunsch ist uns natürlich wichtig, aber nicht unbedingt „Befehl“ 🙂 Daher werden wir bei zu vielen Wünschen oder anderen Schwierigkeiten wenn nötig eine Auswahl treffen.