Ich glaube; hilf meinem Unglauben!
Markus 9,24

Mit der Jahreslosung 2020 ist das ständige Mit- und Ineinander, das Zu- und Gegeneinander von Glaube und Unglaube angesprochen. Das klingt ungewöhnlich und macht doch neugierig. Wir wollen ab dem 19. Januar 2020 in einer Predigtserie mit dem Titel „UN/GLAUBE“ danach fragen, was der Unglaube mit dem Glauben zu tun haben könnte. Wir lassen uns dabei vom Neuen Testament inspirieren und tun das ganz naheliegend anhand des Wortes „Unglaube“ (ἀπιστία apistia) aus Markus 9,24. Es taucht (in dieser Form) insgesamt nur elfmal quer durch das Neue Testament auf, von den Evangelien über Paulus bis zu den übrigen Briefen. Wir machen daraus sieben Predigten, die uns unterschiedliche Aspekte in unserem eigenen „UN/GLAUBEN“ erhellen. Auf dieser Seite findest du begleitendes Material zu jeder Episode der Serie.

03 / merkwürdig

9. Februar 2020

PREDIGTTEXT/E

Und er wunderte sich über ihren Unglauben. Jesus zog durch die benachbarten Dörfer und lehrte.

Markus 6,6 / Einheitsübersetzung / © 2016 Katholische Bibelanstalt, Stuttgart

Später erschien Jesus den Elf selbst, als sie bei Tisch waren; er tadelte ihren Unglauben und ihre Verstocktheit, weil sie denen nicht glaubten, die ihn nach seiner Auferstehung gesehen hatten.

Markus 16,14 / Einheitsübersetzung / © 2016 Katholische Bibelanstalt, Stuttgart

02 / wirksam

26. Januar 2020

PREDIGTTEXT

54 Jesus kam in seine Heimatstadt und lehrte die Menschen in ihrer Synagoge, sodass sie außer sich gerieten vor Staunen und sagten: Woher hat er diese Weisheit und die Machttaten? 55 Ist das nicht der Sohn des Zimmermanns? Heißt nicht seine Mutter Maria und sind nicht Jakobus, Josef, Simon und Judas seine Brüder? 56 Leben nicht auch alle seine Schwestern unter uns? Woher also hat er das alles? 57 Und sie nahmen Anstoß an ihm. Da sagte Jesus zu ihnen: Nirgends ist ein Prophet ohne Ansehen außer in seiner Heimat und in seiner Familie. 58 Und er wirkte dort nicht viele Machttaten wegen ihres Unglaubens.

Matthäus 13,54–58 / Einheitsübersetzung / © 2016 Katholische Bibelanstalt, Stuttgart

Weitere Vorkommen bei Matthäus:

Das Wort „Unglaube“ taucht im Matthäus­evangelium nur noch ein weiteres Mal auf, nämlich im Paralleltext zur Jahreslosung:

Matthäus 17,17 / Da sagte Jesus: O du ungläubige und unbelehrbare Generation! Wie lange muss ich noch bei euch sein? Wie lange muss ich euch noch ertragen? Bringt ihn her zu mir!

01 / hilfreich

19. Januar 2020

PREDIGTTEXT

14 Als sie zu den anderen Jüngern zurückkamen, sahen sie eine große Menschenmenge um sie versammelt und Schriftgelehrte, die mit ihnen stritten. 15 Sobald die Leute Jesus sahen, liefen sie in großer Erregung auf ihn zu und begrüßten ihn.16 Er fragte sie: Warum streitet ihr mit ihnen? 17 Einer aus der Menge antwortete ihm: Meister, ich habe meinen Sohn zu dir gebracht. Er ist von einem stummen Geist besessen; 18 immer wenn der Geist ihn überfällt, wirft er ihn zu Boden und meinem Sohn tritt Schaum vor den Mund, er knirscht mit den Zähnen und wird starr. Ich habe schon deine Jünger gebeten, den Geist auszutreiben, aber sie hatten nicht die Kraft dazu. 19 Da sagte er zu ihnen: O du ungläubige Generation! Wie lange muss ich noch bei euch sein? Wie lange muss ich euch noch ertragen? Bringt ihn zu mir! 

20 Und man führte ihn herbei. Sobald der Geist Jesus sah, zerrte er den Jungen hin und her, sodass er hinfiel und sich mit Schaum vor dem Mund auf dem Boden wälzte. 21 Jesus fragte den Vater: Wie lange hat er das schon? Der Vater antwortete: Von Kind auf; 22 oft hat er ihn sogar ins Feuer oder ins Wasser geworfen, um ihn umzubringen. Doch wenn du kannst, hilf uns; hab Mitleid mit uns! 23 Jesus sagte zu ihm: Wenn du kannst? Alles kann, wer glaubt. 24 Da rief der Vater des Knaben: Ich glaube; hilf meinem Unglauben! 

25 Als Jesus sah, dass die Leute zusammenliefen, drohte er dem unreinen Geist und sagte: Ich befehle dir, du stummer und tauber Geist: Verlass ihn und kehr nicht mehr in ihn zurück! 26 Da zerrte der Geist den Knaben hin und her und verließ ihn mit lautem Geschrei. Er lag da wie tot, sodass alle Leute sagten: Er ist gestorben. 27 Jesus aber fasste ihn an der Hand und richtete ihn auf und er erhob sich. 

28 Jesus trat in das Haus und seine Jünger fragten ihn, als sie allein waren: Warum konnten denn wir den Dämon nicht austreiben? 29 Er antwortete ihnen: Diese Art kann nur durch Gebet ausgetrieben werden.

Markus 9,14-29 / Einheitsübersetzung / © 2016 Katholische Bibelanstalt, Stuttgart

Weitere Vorkommen des Wortes „Unglaube“ (ἀπιστία apistia):

Raffael, Transfiguration (1520)

4 / GÖTTLICH

5 / GEMEINSAM

6 / UNWISSEND

7 / AKTUELL

Downloads

Hier kannst du dir Hintergründe für deinen Computer oder dein Smartphone runterladen und hast so ständig eine Erinnerung an die Jahreslosung vor der Nase.